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Weltnichtrauchertag 2026: E-Zigaretten und Vapes sind keine harmlose Alternative

Die Raucherentwöhnungsambulanz der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) bietet angeleitete Kurse an, um das Rauchen aufzugeben. Foto: umg/samer al mhethawi

Rauchen gehört weiterhin zu den bedeutendsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs, Herz-Kreislauf- und zahlreiche weitere Erkrankungen. Nach Angaben der Deutsche Krebshilfe sterben in Deutschland jedes Jahr mehr als 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2026 informieren das Herzzentrum und das UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) über die gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums und rücken in diesem Jahr insbesondere E-Zigaretten und Vapes in den Fokus. Diese gewinnen vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunehmend an Bedeutung, werden jedoch häufig als harmlose Alternative unterschätzt. Mit einem Informationsstand im Eingangsbereich der UMG klären Expert*innen über aktuelle Erkenntnisse auf und stellen Hilfsangebote zum Rauchstopp vor.

Auf der Webseite gccc.umg.eu/weltnichtrauchertag finden aktive Raucher*innen zudem Tipps zum Aufhören, Termine zur Tabakentwöhnung und Informationen, die mit Mythen rund um das Rauchen aufräumen. Denn ein Rauchstopp lohnt sich immer und reduziert das Risiko für eine Herz-Kreislauf- und Krebserkrankung gleichermaßen.

Infostand zur Tabakentwöhnung
Anlässlich des Weltnichtrauchertags informiert ein Stand der Raucherentwöhnungsambulanz der UMG am Montag, 1. Juni 2026, in der Westhalle der UMG über die Unterstützungsmöglichkeiten. Von 12:00 bis 14:00 Uhr beantwortet Kursleiterin Dr. Maike Johannsen vom Herzzentrum der UMG alle Fragen rund um die Entwöhnung und erläutert die Schritte des Programms "Nichtrauchen in sechs Wochen".

„Viele Menschen unterschätzen die Risiken von E-Zigaretten und Vapes. Zwar enthalten sie keinen Tabak, doch die inhalierten Aerosole können zahlreiche potenziell gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, darunter Nikotin, Lösungsmittel, Aromastoffe sowie ultrafeine Partikel, die tief in die Atemwege gelangen“, sagt Dr. Cordula Buck, Leiterin des Schwerpunkts Klinische Pneumologie der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der UMG.

Infostand zur Raucherentwöhnung
der Raucherentwöhnungsambulanz der Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
Montag, 1. Juni 2026, 12:00 bis 14:00 Uhr
Westhalle, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen

„Tabakkonsum ist die häufigste Ursache für Lungenkrebs und erhöht zudem das Risiko für zahlreiche weitere Krebsarten sowie Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen. Nikotin und andere Inhaltsstoffe von E-Zigaretten können Zellen der Atemwege schädigen und Prozesse begünstigen, die an der Entstehung von Krebs beteiligt sind“, sagt Dr. Marc Hinterthaner, Bereichsleiter Thoraxchirurgie der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie der UMG und Leiter des Lungentumorzentrums Universität Göttingen. „Um das Risiko zu minimieren an Lungenkrebs zu erkranken, bleibt der konsequente Verzicht auf alle nikotinhaltigen Produkte die beste Vorsorgemaßnahme.“

Raucherentwöhnungsambulanz hilft beim Aufhören und Dranbleiben
Die UMG unterstützt Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, in den Kursen der Raucherentwöhnungsambulanz des Herzzentrums der UMG mit fundierten Informationen und individueller Beratung. Bereits wenige Wochen nach einem Rauchstopp verbessern sich Lungenfunktion und Kreislauf. Langfristig sinkt das Risiko für Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich. Die nächsten Kurse beginnen am Mittwoch, 5. August 2026, um 17:00 Uhr, und am Montag, 31. August 2026, um 17:15 Uhr. Der Kurs kostet 150 Euro. Die Krankenkassen erstatten in der Regel mindestens 75 Euro. Zudem gibt es für alle ehemaligen Kursteilnehmer*innen regelmäßige Treffen, um das Dranbleiben zu erleichtern. Anmeldungen unter https://herzzentrum.umg.eu/raucherentwoehnungsambulanz/ 

Ansprechpartnerin Fachbereich: Dr. Maike Johannsen, Klinik für Kardiologie und Pneumologie, Telefon 0551 / 39-67322, rauchfrei(at)med.uni-goettingen.de

Pressekontakt:
Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
Unternehmenskommunikation
Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation (G-CCC)
Mandy Dall
Von-Bar-Str. 2/4, 37075 Göttingen
Telefon 0551 / 39-62152
presse.medizin(at)med.uni-goettingen.de
www.umg.eu

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